Archiv nach Autor: Alexandra Büttner

Eröffnung des Freilichtmuseums Lauresham im Jubiläumsjahr – 1250 Jahre Kloster Lorsch

UNESCO Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch
Vor 1250 Jahren wurde das Benediktinerkloster Lorsch gegründet. 2014 ist also ein großes Jubiläumsjahr für die Stadt Lorsch, die ihr UNESCO-Weltkulturerbe feiert. Verschiedene Festakte und Veranstaltungen fanden seit Jahresbeginn statt, um die reiche Geschichte des ehemaligen karolingischen Klosters hervorzuheben.
Die neue Website des Klosters Lorsch und die Website der Stadt Lorsch informieren über das umfangreiche Programm. In einigen Tagen, am 14. September 2014, wird das Freilichtlabor Lauresham eröffnet, welches einen Blick in das alltägliche Leben im Frühmittelalter ermöglicht.

Das Eröffnungsprogramm sowie Informationen zu Führungen finden Sie hier.

Lorscher Handschriften in der British Library

bl_harley2970Sieben Handschriften, welche im 9. Jahrhundert im Skriptorium des ehemaligen Klosters Lorsch angefertigt wurden, werden heute in London in der British Library aufbewahrt. Diese Codices sind jetzt – zusammen mit weiteren drei Handschriften, die einen Bezug zu Lorsch aufweisen – in die Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch integriert worden. Unter den 70 Institutionen weltweit, welche heute im Besitz von Lorscher Handschriften sind, hält die British Library eine der größten Sammlungen, zusammen mit der Bayerischen Staatsbibliothek München, der Österreichischen Nationalbibliothek, der Bodleian Library in Oxford und der Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom.

Im Spätmittelalter gelangten mindestens vier Handschriften aus Lorsch in das Kloster Arnstein. Diese werden heute in der British Library aufbewahrt. Bei den Lorscher Handschriften, welche heute in London in der englischen Nationalbibliothek aufbewahrt werden, handelt es sich um theologische Texte, genauer exegetische und dogmatische Traktate spätantiker Kirchenväter als auch des Angelsachsen Beda und Theodulfs von Orléans. Zwei weitere Handschriften wurden der Liste der „Weiteren Handschriften“ hinzugefügt: das Fragment Arundel 501, fol. 13, welches Nigel F. Palmer Lorsch zuschrieb, und drei Seiten aus dem Codex Cotton Vespasian D. v, foll. 155r-156r mit einem Gedicht von Heinrich von Avranches über die Starkenburg an der Bergstraße, welche im 13. Jahrhundert im Besitz des Klosters Lorsch war.

Zu allen Handschriften aus der Virtuellen Bibliothek sind bereits wissenschaftliche Beschreibungen erstellt worden und die Lorscher Handschriftendatenbank eingespeist.

Informationen zu den Handschriftenbeständen der British Library finden Sie im „Medieval manuscript blog„, eigens zu den Lorscher Handschriften im Blogbeitrag Lorsch Manuscripts in the British Library„.


bl_harley5915_fol10London, British Library

Additional 17980
Beda
In Lucae evangelium expositio
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Additional 37328
Augustinus
De opere monachorum; De agone christiano
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Arundel 37
Beda
In Ezram et Neemiam prophetas allegorica expositio
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Arundel 386
Prosper Aquitanus; Leo Magnus
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Harley 2970
Evangelistarium
wohl Lorsch, 1. Hälfte oder Mitte 11. Jh.

Harley 3024
Theodulphus Aurelianensis
Libellus de processione spiritus sancti
Orléans, Anfang 9. Jh.

Harley 3032
Hesychius Hierosolymitanus (interprete anonymo)
Commentarius in Leviticum e Graeco in Latinum versus et retractatus
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Harley 3039
Augustinus
De Genesi contra Manichaeos; Contra epistulam Manichaei quam vocant fundamenti; Contra academicos; De ordine
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Harley 3115
Hilarius Pictaviensis
De trinitate; De synodis; Contra Auxentium
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Harley 5915, fol. 10
Iustinus
Epitoma historiarum Philippicarum Pompei Trogi (Fragment)
wohl Northumbrien, Mitte 8. Jh.

 

Zwei Handschriften auf der Webseite „Weiteren Handschriften“ ergänzen die Virtuelle Bibliothek:

Arundel 501, (e) fol. 13
Hrabanus Maurus
Commentarium in Deuteronomium (Fragment)
wohl Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Cotton Vespasian D V, foll. 155r-156r
Henricus Abrincensis
Carmen de Castro forte in Strata montana sito
?, Ende (?) 13. Jh.

Neue Handschriften online

Seit Anfang des Jahres konnten Handschriften aus zahlreichen internationalen Bibliotheken in die Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch integriert werden:

Brüssel, Bibliothèque royale de Belgique
Ms. 9845-9848
Magnus Felix Ennodius
Opera omnia
Nordostfrankreich, 1. Hälfte 9. Jh.

oszk_clmae3

Budapest, Országos Széchényi Könyvtár
Cod. lat. 3
Boethius
De institutione arithmetica
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Cod. lat. 51
Biblia, Canticum canticorum cum glossa
?, um 1200

Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek
Cod. 58
Hieronymus
Commentarii in III epistulas Paulinas ad Ephesios, ad Titum et ad Philemonem
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Los Angeles, J. Paul Getty Museum
Ms. Ludwig II 1
Evangeliarium
Lorsch, 826 bis nach 830

Merseburg, Domstiftsbibliothek
Cod. 105
Martinellus: Lorsch, um 800
Alcuinus: Nordostfrankreich (Arras ?), Ende 8. Jh.

Montpellier, Bibliothèque universitaire de médecine, Bibliothèque interuniversitaire de Montpellier
H 125
Persius; Iuvenalis
Saturae cum glossis
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh

Orléans, Médiathèque
Ms. 20 (17)
Evangeliarium
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Paris, Bibliothèque nationale de France
Latin 3851
Cresconius (Afer episcopus)
Concordia canonum (unvollständig)
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh. (Fasz. I)

Valenciennes, Bibliothèque multimédia
Ms. 69 (62)
Evangeliarium
wohl Arras (St. Vaast), 1. Hälfte 9. Jh.

Würzburg, Universitätsbibliothek
M. p. th. f. 19
Gregorius Magnus
Dialogi
Westdeutschland (Umkreis von Lorsch ?), um 800

M. p. th. f. 132
Kalendarium, Martyrologium et Necrologium Laureshamense („Lorscher Totenbuch“)
Lorsch, Ende 13. Jh. bis 1. Drittel 14. Jh.

 

 

Unter „Weitere Handschriften“ konnten folgende Handschriften ergänzt werden:

Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Tirol
Fragm. 2
Homiliae et Exegetica (Fragment)
Rheinland, 1. Hälfte 9. Jh.

Würzburg, Universitätsbibliothek
M. p. th. f. 34, foll. 89v-102v
Druthmarus abb. Corbeiae Novae
Sermo in laudem beati Nazarii martyris sociorumque eius
Weißenburg, 1. Hälfte 11. Jh.

Die Seite “Weitere Handschriften“ führt derzeit Codices auf, deren Zuweisung an Lorsch von Bernhard Bischoff oder Hartmut Hoffmann explizit abgelehnt wurde bzw. diesen nicht bekannt war und die erst in jüngerer Zeit Lorsch zugeschrieben oder mit Lorsch in Verbindung gebracht wurden.

Handschriften aus der Bodleian Library in Oxford online

Mit den 20 Handschriften aus der Oxforder Bodleian Library ist nun auch der zweitgrößte Bestand an ehemaligen Lorscher Codices in die „Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch“ integriert.

Unter den Oxforder Manuskripten befindet sich ein Prachtevangeliar des 11. Jahrhunderts (MS. Douce 292), das der sog. Oudalricus-peccator-Gruppe zugezählt wird und wohl in Lorsch oder Lüttich für einen deutschen König hergestellt wurde. Es ist leider nur unvollständig erhalten, die Evangelien nach Lukas und Johannes sind verlorengegangen. An den bewahrten Evangelienanfängen ist es mit ganzseitigen Miniaturen der Evangelisten Matthäus (fol. 6v) und Markus (fol. 69v) sowie mit jeweils folgenden Initialzierseiten geschmückt. Der Vorderdeckel des Einbandes wurde mit einem prachtvollen Metallrahmen verziert, in den unter anderem ein Bild des Stifters, Heinrichs III. oder Heinrichs IV. (?), rechts in der Mitte eingraviert wurde und der eine Elfenbeintafel umschließt, die den thronenden Christus zeigt. Am Anfang (fol. 1r) im 13. Jahrhundert eingetragene Personen- mit Ortsnamen belegen, dass der Codex zu dieser Zeit in einer Kirche in oder bei Laon in Frankreich aufbewahrt wurde. 1829 ist er im Besitz des englischen Antiquars Francis Douce nachweisbar, der das Evangeliar 1834 an die Bodleian Library vererbte.

 

Die restlichen 19 Handschriften stammen alle aus dem Besitz des Erzbischofs von Canterbury und Kanzlers der Universität Oxford William Laud († 1645). Am 28. Juni 1639 schenkte er sie mit zahlreichen weiteren Handschriften, die er hauptsächlich aus Kriegsbeuten im vom Dreißigjährigen Krieg erschütterten Deutschland bezogen hatte, der Bodleian Library, nachdem er alle Codices neu hatte binden und den Einband mit seinem Wappen in Goldprägung auf Vorder- und Hinterdeckel hatte ausstatten lassen. Vermutlich 18 Codices stammten aus dem 1631-1635 mehrmals von schwedischen und hessischen Truppen geplünderten Zisterzienserkloster Eberbach bei Eltville am Rhein, wohin sie wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts aus Lorsch gelangt waren, als Mönche aus Eberbach versucht hatten, die Zisterzienserobservanz im dortigen Benediktinerkloster durchzusetzen. Eine der 19 Handschriften (MS. Laud. mis. 271) gelangte, ebenfalls während des Dreißigjährigen Krieges, aus der Würzburger Dombibliothek in den Besitz Lauds; das in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts vermutlich im Einflussbereich Lorschs geschriebene Manuskript geriet bald nach seiner Herstellung, spätestens im 10. Jahrhundert, auf unbekannten Wegen an den fränkischen Bischofssitz.

Sämtliche Handschriften aus der Sammlung Lauds bieten Texte spätantiker Kirchenväter und Bischöfe, die im 9. Jahrhundert kopiert worden waren. Ausnahmen sind lediglich: der Codex MS. Laud. misc. 159, der einen karolingerzeitlichen Kommentar zu den ersten acht Büchern des Alten Testaments enthält, zusammen mit einer Auslegung des Anfangs der Genesis aus der Feder des Angelsachsen Beda Venerabilis († 735); eine Predigtsammlung (MS. Laud. misc. 427) stammt aus dem 10. Jahrhundert, und eine Bibelhandschrift (MS. Laud. lat. 21) mit den Zwölf kleineren Propheten und zugehörigen Erläuterungen aus der sog. Glossa ordinaria wurde erst im 12. oder 13. Jahrhundert, möglicherweise in Lorsch, hergestellt. Auffällig ist das große Format fast aller 19 Handschriften; der Bücherliebhaber Laud scheint sie vor allem aus bibliophilen Gesichtspunkten ausgewählt zu haben, um eine prestigeträchtige Sammlung aufzubauen.

Neue Lorscher Handschriften aus Edinburgh und New York online

Zwei weitere Lorscher Handschriften konnten in das Projekt „Bibliotheca Laureshamensis – digital“ aufgenommen werden:

Bei dem Codex (Ms. 12 olim Laing 5) der University Library of Edinburgh handelt es sich um ein Evangeliar, welches in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts im Lorscher Skriptorium angefertigt und im 12. oder 13. Jahrhundert mit Titelseiten und gold-silbernen Initialen ausgeschmückt wurde. Ein Besitzvermerk des 14. Jahrhunderts (fol. 1r), der zwar größtenteils nicht mehr lesbar ist, weist den Codex als Besitz des Trierer Eucharius-/Matthiasklosters aus. Unter den Beitexten finden sich auch zwei rhythmische Gedichte über die Kanontafeln (foll. 7v-8v), die selbst jedoch in dieses Manuskript nicht aufgenommen wurden.

Aus der Burke Library at Union Theological Seminary, Columbia University Libraries in New York konnte ein aus einem Doppelblatt bestehendes Sakramentarfragment online gestellt werden. Das Fragment wurde im 9. Jahrhundert im ehemaligen Kloster Lorsch geschrieben und im 10. oder 11. Jahrhundert mit heute leider stark verblassten Initialen verziert. Aufgrund des Schriftbefundes ist seine Entstehung in Zusammenhang mit dem „Lorscher Rotulus“ und den illustrierten Sakramentarfragmenten in Augsburg (UB, Cod. I.2.4° 1) und Erlangen (UB, Ms. 2000) zu setzen.

Edinburgh, University Library
Ms. 12 (olim Laing 5)
Evangeliarium
Lorsch, 2. Hälfte 11. Jh.

New York, The Burke Library at Union Theological Seminary, Columbia University Libraries
Ms. 59
Sacramentarium Gregorianum Hadrianum (Fragment)
Lorsch, ca. 3. Viertel 9. Jh

Handschriften der Bibliothèque nationale de France online

bnf_lat7906Ein etwas größerer Bestand von sechs ehemaligen Lorscher Handschriften liegt heute in der Bibliothèque nationale de France in Paris. Alle stammen aus der Karolingerzeit und sind zum Teil zusammengebunden mit später und an anderen Orten geschriebenen Handschriften. Ein Manuskript (Latin 7906, foll. 59r-88v, Faszikel III) bietet einen alten Überlieferungszeugen für Vergils Aeneis. Ein anderes (Latin 16668) wurde im Unterricht der Lorscher Klosterschule verwendet, erkennbar an der Textzusammenstellung und u.a. auch an – wohl im 10. Jahrhundert eingetragenen – Glossen bzw. Erklärungen in althochdeutscher Sprache. Bei dem Codex (Latin 1546) handelt es sich um die einzige handschriftlich überlieferte Quelle zum  Religionsgespräch, das im Jahr 411 zwischen Katholiken und Donatisten in Karthago abgehalten wurde und die Frage klären sollte, wie mit Gläubigen umzugehen sei, die sich im Zuge von Christenverfolgungen kurzzeitig von der Kirche abgewandt hatten.

Fünf der sechs Handschriften können bereits in der Virtuellen Klosterbibliothek Lorsch eingesehen werden. Die letzte Pariser Handschrift (Latin 3851, Faszikel I) mit weiteren Quellen zur spätantiken Kirchengeschichte wird Anfang nächsten Jahres folgen.

Paris, Bibliothèque nationale de France

Latin 1546
Gesta collationis Carthaginiensis a. 411
Lorsch, 1. Hälfte 9. Jh.

Latin 5018
Regino Prumiensis, Chronica: ?, 11. Jh.
Beda, De temporum ratione liber, cap. LXVI: Rheinland (Lorsch?), um 800

Latin 7906
Terentius: ?, wohl 13. Jh.
Iuvenalis: ?, wohl 10. Jh.
Vergilius; Dares Phrygius; Liber historiae Francorum: Rheinland (Lorsch ?), um 800
Anonymus, Carmen de disputatione mundi et religionis: ?, wohl 14. Jh.

Latin 12292
Liber quaestionum in evangeliis: wohl Irland, um 800 (Fragment)
Florus Lugdunensis etc.: ?, 2. Hälfte 9. Jh.
Iohannes Cassianus, De institutis coenobiorum: Lorsch, 2. Hälfte 9. Jh.

Latin 16668
Beda; Aldhelmus; Ps.-Themistius; Decretum Gelasianum
Lorsch, um 800

 

Alle digitalen Handschriften sind auch im Portal gallica der Bibliothèque nationale de France einzusehen.

Codex der Bibliothèque nationale de Luxembourg online

bnl_ms110Die historiographische Handschrift Ms 110 der Bibliothèque nationale de Luxembourg wurde in die Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch aufgenommen. Der Codex besteht aus vier ursprünglich selbständigen Teilen, von denen nur der zweite Faszikel einen Bezug zu Lorsch aufweist: In der 1. Hälfte des 9. Jh. wurde er möglicherweise in der Abtei Saint-Vaast bei Arras im Norden Frankreichs für das Kloster Lorsch angelegt, doch ist der Entstehungszusammenhang noch nicht restlos geklärt.

Luxemburg, Bibliothèque nationale de Luxembourg

Ms 110
Solinus; Iulius Valerius; Ps.-Alexander Magnus: ?, 13. Jh.
Freculphus Lexoviensis, Chronicon: Nordostfrankreich (Arras?), 1. Hälfte 9. Jh.
Iohannes de Alta Silva: Maas-Gebiet, 13. Jh.
Iohannes de Plano Carpini: Nordfrankreich, 13. Jh.

Lorscher Handschriften der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel online

hab_mss80-gud-latIn die Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch konnten nun auch sieben Lorscher Handschriften der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel integriert werden. Vier stammen aus dem 11. Jahrhundert (Cod. Guelf. 18.22 Aug. 4°, Cod. Guelf. 44.18 Aug. 2°, Cod. Guelf. 80 Gud. lat. und Cod. Guelf. 131 Gud. lat.), die anderen drei aus karolingischer Zeit: Bedas angelsächsische Kirchengeschichte (Cod. Guelf. 34 Weiss.), ein Vergil-Codex (Cod. Guelf. 66 Gud. lat.) sowie ein Predigtfragment Papst Leos des Großen (E 346 2°).

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Cod. Guelf. 18.22 Aug. 4°
Evangeliar
Lorsch, 2. Lorsch, 2. Viertel 11. Jh.

Cod. Guelf. 44.18 Aug. 2°, Einband
Gregorius Magnus
Moralia in Iob (Fragment)
Lorsch, 2. Drittel 11. Jh.

Cod. Guelf. 66 Gud. lat.
Vergilius
Georgica ; Aeneis
Arras, St-Vaast (?), Lorsch (?), 1. Hälfte 9. Jh.

Cod. Guelf. 80 Gud. lat.
Orosius
Historiae adversum paganos
Südostdeutschland (?) oder Lorsch (?), 1020-1040 (?)

Cod. Guelf. 131 Gud. lat. (Faszikel IV)
Liber historiae Francorum
Lorsch, 2. Viertel 11. Jh.

Cod. Guelf. 34 Weiss.
Beda
Historia ecclesiastica gentis Anglorum
Lorsch, um 800

E 346 2° Helmst., Vorsatzbl.
Leo Magnus
Sermo de natale Domini (Fragment)
Lorsch, 2. Hälfte 9. Jh.

Handschriften der Universitätsbibliothek Basel online

ubb_bv14_055vZwei Codices und ein Fragment aus der Universitätsbibliothek Basel sind nun in der Virtuellen Klosterbibliothek Lorsch online. Alle Handschriften wurden in Lorsch angefertigt und gelangten eventuell über Mainz in die Basler Kartause, wo sie sich im Spätmittelalter nachweislich befanden. Von dort aus gelangten sie letztendlich in die Basler Universitätsbibliothek.

Die beiden Handschriften B V 13 und B V 14 gehörten zu einer mehrbändigen Ausgabe der Collationes – Dialoge altägyptischer Mönchsväter – des Iohannes Cassian (gest. um 430/435). Zahlreiche Notizen aus dem 15. Jahrhundert bezeugen, dass die beiden Codices eifrig in der Basler Kartause studiert wurden. Die Fragmente N I 3 Nr. 13 + 15 enthalten Passagen aus den medizinischen Enzyklopädien des griechischen Arztes Oribasius (gest. um 390/400).

 

Basel, Universitätsbibliothek

B V 13
Iohannes Cassianus
Collationum pars I
Lorsch, 2. Drittel 9. Jh.

B V 14
Iohannes Cassianus
Collationum pars II
Lorsch, 2. Drittel 9. Jh

N I 3 Nr. 13 + 15
„Oribasius Latinus“
Ad Eunapium; Ad Eustathium (Fragmente)
Lorsch, um 800

Neue Lorscher Handschriften aus Bologna und Leiden online

Drei weitere Lorscher Handschriften aus der Universitätsbibliothek Bologna und der Universitätsbibliothek Leiden wurden in die Virtuelle Klosterbibliothek Lorsch integriert:

Bologna, Biblioteca universitaria
Ms. 1084
Sacramentarium Gregorianum cum supplementis
Reichenau (?), Lorsch (?), Regensburg (?), ca. 1040-1080

Leiden, Universiteitsbibliotheek
BPL 36
Martianus Capella
De nuptiis Philologiae et Mercurii cum glossis
Lorsch, 2. Hälfte 9. Jh.

BPL 196

Florilegium patristicum Buggoni episcopo dedicatum
Lorsch (?), 1. Hälfte 12. Jh. (1115/16-1149)