Neue Lorscher Handschriften aus Edinburgh und New York online

Zwei weitere Lorscher Handschriften konnten in das Projekt „Bibliotheca Laureshamensis – digital“ aufgenommen werden:

Bei dem Codex (Ms. 12 olim Laing 5) der University Library of Edinburgh handelt es sich um ein Evangeliar, welches in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts im Lorscher Skriptorium angefertigt und im 12. oder 13. Jahrhundert mit Titelseiten und gold-silbernen Initialen ausgeschmückt wurde. Ein Besitzvermerk des 14. Jahrhunderts (fol. 1r), der zwar größtenteils nicht mehr lesbar ist, weist den Codex als Besitz des Trierer Eucharius-/Matthiasklosters aus. Unter den Beitexten finden sich auch zwei rhythmische Gedichte über die Kanontafeln (foll. 7v-8v), die selbst jedoch in dieses Manuskript nicht aufgenommen wurden.

Aus der Burke Library at Union Theological Seminary, Columbia University Libraries in New York konnte ein aus einem Doppelblatt bestehendes Sakramentarfragment online gestellt werden. Das Fragment wurde im 9. Jahrhundert im ehemaligen Kloster Lorsch geschrieben und im 10. oder 11. Jahrhundert mit heute leider stark verblassten Initialen verziert. Aufgrund des Schriftbefundes ist seine Entstehung in Zusammenhang mit dem „Lorscher Rotulus“ und den illustrierten Sakramentarfragmenten in Augsburg (UB, Cod. I.2.4° 1) und Erlangen (UB, Ms. 2000) zu setzen.

Edinburgh, University Library
Ms. 12 (olim Laing 5)
Evangeliarium
Lorsch, 2. Hälfte 11. Jh.

New York, The Burke Library at Union Theological Seminary, Columbia University Libraries
Ms. 59
Sacramentarium Gregorianum Hadrianum (Fragment)
Lorsch, ca. 3. Viertel 9. Jh

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