„Wiener Livius“: Erste Handschrift der Österreichischen Nationalbibliothek online

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 15
Livius
Ab urbe condita, libb. XLI-XLV
Italien, 5. Jh.

Die Österreichische Nationalbibliothek in Wien ist neben der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Bodleian Library in Oxford eine der Bibliotheken, die über einen umfangreichen Bestand von je ca. 20 Lorscher Handschriften verfügen.

Unter den Wiener Handschriften befindet sich ein sehr altes und für die Textüberlieferung höchst bedeutendes Manuskript: Es enthält als „Codex unicus“ die nur hier erhaltenen Livius-Bücher 41-45. Nach dem Eintrag fol. 193v (… ep[iscop]i de Dorostat) befand sich die Handschrift Ende des 8. oder Anfang des 9. Jh. vermutlich im Besitz eines Bischofs von Utrecht. In der Lorscher Bibliothek wurde sie 1527 von Simon Grynaeus entdeckt, daraufhin erschien die Erstausgabe der halben 5. Dekade des augusteischen Geschichtsschreibers mit einer Einleitung von Erasmus von Rotterdam 1531 in Basel. Der Codex gelangte 1665 in die kaiserliche Hofbibliothek in Wien.

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